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Natalino Dall'Ava und seine Frau Paola

Natalino Dall’Ava scheint wahrhaft zum Pionier geboren. Dieser erfindungsreiche Unternehmer aus San Daniele, der als Erster bereits 1988 mit seiner „Prosciutteria“ ein wahres Luxus-Fastfoodlokal schuf, kann heute viele andere beobachten, die den von ihm geebneten neuen Weg einschlagen, in der Hoffnung, ebenso großen Erfolg zu erringen. Es gibt jedoch etwas, das die Initiative Natalino Dall’Avas einzigartig, beispiellos und unübertrefflich macht. Dieses unabdingbare und kostbare Gut ist die Erfahrung. Damit ist jene Kombination von Sachkenntnissen und einer langen Reihe von Versuchen und Analysen gemeint, die einem Produkt erst Qualität verleiht. Diese Erfahrung ist ein unvergleichliches Gut, für das es kein Patentrezept gibt und das nur unter Einsatz von Leidenschaft und Zeit erworben werden kann - eben jene Zutaten, die es Natalino Dall’Ava ermöglicht haben, sich von anderen abzuheben. Er hat es geschafft, an allen Orten, wo seine Produkte und Markenartikel zu finden sind, die Belieferung mit Nahrungsmitteln höchster Qualität zu gemäßigten Preisen zu sichern. Dies gelang ihm nicht zuletzt, weil alles, was er seiner Kundschaft anbietet, im Familienbetrieb auf eigenen Höfen hergestellt wird:

Vom unübertrefflichen Schinken aus San Daniele bis zu den ausgefallensten Wildprodukten (auch vom Wildschwein, Hirsch oder Reh), von frischen Nudeln bis Tortellini, von Entensalami bis Putenspeck, von der Bresaola vom Rind bis zum Filet der Lachsforelle und, nicht zu vergessen, jene für das Gebiet der "Grave del Friuli" typischen Süßspeisen und Weine.

Den Begriff „Luxury“ sollte man in diesem Fall eher mit „Genuss“ als mit „Luxus“ übersetzen. Denn, dass es ein Genuss ist, an der Tafel dieses Unternehmers Platz zu nehmen, hat der Erfolg bewiesen, den seine Initiative im Laufe der Zeit bei der Kundschaft gefunden haben.

Seit der Eröffnung der ersten „Prosciutteria“ in San Daniele vor ungefähr 14 Jahren hat sich die Zahl der Betriebe mit dem Namen „Dok Dall’Ava“ auf acht erhöht. Neben der bereits erwähnten „Prosciutteria“ in San Daniele findet man sie in Lion di Albignasego (Padua), San Polo di Brescia, Fiumicino (Rom), Cortina d’Ampezzo, Palma di Mallorca, Klagenfurt in Kärnten und Graz in der Steiermark.

Seien es Betriebe in eigener Hand oder in Franchising - alle haben eines gemeinsam: die Qualität. Wenn in einer dieser Gaststätten ein Kunde eine Scheibe Schinken isst, ein Tortellino oder Eiernudeln kostet, versteht er sofort, auch ohne ein Kenner zu sein, dass im Laufe der Jahre eben diesem Tortellino, dieser Scheibe Schinken oder dieser Nudeln Millionen andere Tortellini, Nudeln und Scheiben vorausgegangen sind, anhand derer der Hersteller Dall’Ava die vielen Geheimnisse entdecken konnte, die zur Realisierung eines wirklich hochklassigen Produktes beitragen: Da sind z.B. die ideale Lagerung der Wurstwaren, die exakte Dosierung der Mehlsorten oder der optimale Feuchtigkeitsgehalt, um nur wenige der kleinen großen Geheimnisse aufzuzählen.

Im Falle Natalino Dall’Avas kann man zweifelsohne von Erfahrungswerten sprechen. Im Alter von nur sechzehn Jahren ging er in die Gegend um Vicenza und begann seine Lehre bei Ennio Muraro, dem Sohn des großen Meisters Luigi Muraro, Patron der Schinkenfabrik San Michele in Sossano bei Vicenza. Dort wurden seit 1907 nur Schweine mit mehr als 200kg Gewicht produziert und geschlachtet. Im Jahre 1960 ging Dall‘Ava dann nach San Daniele in Friuli und begann mit der Produktion seiner ersten 15.000 Schinken der Marke „King’s“.

1968 war er bereits für seine nicht alltägliche Sachkenntnis bekannt, woraufhin man ihn mit der Errichtung der Anlage und dem Salzen und Lagern der ersten 90.000 Schinken der Marke „Daniel“ betraute. Zehn Jahre später startete seine Frau Paola auch eine Produktion von vakuumverpackten Schinken aus vier bis fünf Kilogramm schweren, filettierten und entgräteten Regenbogenforellen. 1982 machte sich Dall’Ava selbständig und erwarb in der Altstadt von San Daniele die älteste Schinkenfabrik am Platz, modernisierte sie und erweiterte die Produktion auf derzeit über 30.000 Stück Schinken der Marke „DOK Prosciuttificio Castello“. Die Schinken stammen von schweren Schweinen aus Zuchtbetrieben in der Gegend um Mantova

Zwei Jahre später erbaute und leitete Dall’Ava die Schinkenfabrik „Wild“ für die Produktion von Wildschinken und ländlichen Fleischprodukten. Nachdem sich durch seinen Beistand bei der Projektplanung als auch bei der technischen Durchführung in einem weiteren Betrieb die Jahresproduktion auf 200.000 Schinken und 100.000 Speck erhöht hatte, eröffnete er 1988, wie wir bereits gehört haben, sein erstes Lokal mit dem Namen „Prosciutteria Dok Dall’Ava“. Als ein wahrer Künstler in Sachen gutes, schnelles und unverfälschtes Essen, ist Natalino Dall’Ava nicht aufzuhalten, auch wenn er eher eine vorsichtige Taktik wählt und „step-by-step“, schrittweise also, vorgeht. „Wir wollen nicht eröffnen“, sagt er, „um kurz darauf wieder schließen zu müssen. Wir wollen zwar unsere Fastfoodkette erweitern, wollen aber nichts überstürzen“. Mittlerweile kommt aus den USA eine große Nachfrage nach einem lange gelagerten Produkt wie jenes, das wir hier beschrieben haben, und somit ist wohl der Tag nicht mehr weit, da der „Dok Dall’Ava di San Daniele“ den „Mc Donald’s“ jenseits des Ozeans und im eigenen Land den Rang streitig machen wird.

Natalino Dall'Ava und sein Sohn Carlo